Baldrian

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Radix Valerianae tot, Radix Valerianae concis

Der Baldrian, lat. "Radix Valerianae tot", "Radix Valerianae concis"; wobei Valere soviel wie kräftig oder gesund sein bedeutet, gehört zur Familie der Geißblattgewächse.

Bis zu ca. 300 Arten sind vor Allem in Europa und Asien, aber auch auf dem amerikanischen Kontinent weit verbreitet.

Baldrian enthält Alkaloide und ist reich an ätherischen Ölen. Die natürlich enthaltenen Terpene sind für die positiven Eigenschaften des Badrians verantwortlich.

Der zuweilen recht aufdringliche Geruch entsteht durch die Zersetzung dieser Öle während der Trocknung der Wurzel.

Baldrian eignet sich daher für Pferde als eine natürliche Ergänzung bei Stresssituationen.

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Valerensäuren (Baldriansäure), Alkaloide (nicht toxisch)

Hergestellt aus der frischen, gereinigten und schonend getrockneten Ware. 

 

Fütterungshinweis

Großpferde (600 kg LG) 25 g - 50 g / Tag. Ponys und Kleinpferde entsprechend anpassen.

Mazerat: Wurzelstücke 12 Stunden in Wasser ansetzen, dann über das Futter gießen. Diese Menge kann täglich gefüttert werden.

Hinweis: Bitte beachten Sie die Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln

 

Baldrianwurzel können Sie bei uns ganz einfach in feingeschnittener Form erwerben. Die Baldrianwurzel (Valeriana officinale) wird immer sorgsam geerntet, anschließend schonend getrocknet und geschnitten. Durch die sehr hochwertige Qualität eignet sich diese feingeschnittene Baldrianwurzel ebenfalls gut als Basis für einen Tee oder als Einzelfuttermittel für Pferde.

Verwendung von Baldrian

Baldrian ist bekannt dafür, um den natürlichen Schlaf bzw. das Einschlafen zu erleichtern und dies schon seit alter Zeit. Darüber hinaus wird Baldrian ebenfalls zur Stärkung der natürlichen Nervenfunktionen eingesetzt. Jedoch kommet es manchmal auf den Zeitpunkt der Einnahme oder dem Trinken des Baldriantees an: Am Abend stärkt er besonders die natürliche Fähigkeit einzuschlafen, während des Tages stärkt Baldrian vor allem die Nerven sowie die natürliche Konzentrationsfähigkeit.
Dabei ist die verzehrte Menge bei Baldrian zu beachten: zu viel oder zu wenig kann gegenteilige Effekte haben.

Bei den Pflanzen, welche zur Stärkung der Nervenfunktionen auf natürliche Weise eingesetzt werden, ist Baldrian die stärkste Pflanze. Nach ihm kommt der Hopfen, gefolgt von Lavendel, Passionsblume und Melisse. Jedoch ist Baldrian eine spät arbeitende Pflanze: Erst nach etwa 1 bis 2 Wochen ist sein Einfluss voll zu bemerken. Daher ist es sinnvoll, dass man Baldrian z.B. mit Hopfen kombiniert, weil dieser sofort stärkend ist. Die Baldrianwurzel wird gemäß der Tradition vornehmlich als Tee bzw. Futter eingesetzt, jedoch sind auch Bäder möglich, die mit Hilfe der Wurzel zubereitet werden,.

Inhaltsstoffe von Baldrian (Wurzel)

  • Alkaloidspuren
  • ätherische Öle
  • Valerensäure
  • Instabile Valepotriate

Baldrian als Tee

Für einen Tee kann man mit etwa einem Teelöffel Baldrianwurzel seinen Tee zubereiten. Für eine genaue Zubereitung, bei der man sich einen größeren Vorrat bereitstellt, kann man zunächst die Wurzel mit kaltem Wasser ansetzen und anschließend das Ganze für eine gute Stunde zum Köcheln bringen. Im Anschluss sollte der Tee für mindestens zwei Stunden gut ziehen. Für ungefähr zwei Liter Teeaufguss sollte man zwei Esslöffel Baldrianwurzel verwenden. Dieser Tee sollte im besten Falle warm getrunken und darf auch gerne bei Bedarf gesüßt werden.

Baldrian für Pferde

Auch Pferden wird zur Stärkung die Baldrianwurzel gefüttert, um deren angeborene Fähigkeit Stress auszugleichen zu stärken. Dazu wird Baldrian in feingeschnittener Form dem Futter beigemischt. Auch hier ist er noch besser, wenn er zuvor als Sud aufgesetzt und dann in passender Menge unter das Futter gemischt wird. Sie sollten aber vorsichtig mit einer kleinen Menge beginnen. Dies liegt daran, dass Baldrian für Pferde einen sehr ungewöhnlichen Geruch bietet und auf Grund dessen in größeren Mengen von Beginn an verschmäht würde. Für die Fluchttiere Pferde haben sich vor allem Baldrian und Hopfen als gut erwiesen. Andere Pflanzen wie Lavendel, Passionsblume, Kamille und Melisse sind zwar auch gut, aber meist nichts stark genug.

Es ist zu beachten, dass Baldrian wegen der enthaltenen Valerensäure auf der Dopingliste zu finden ist. Damit man sicher gehen kann, dass wirklich keine unerwünschten Stoffe mehr im Blut sind, sollten Sie mindestens 3 bis 6 Tage vor dem Turnierstart den Baldrian nicht mehr verfüttern. Weil Pferde gerade auf Turnieren aufgeregt zu sein pflegen, empfehlen wir Ihnen eine gute Vorgehensweise: Benutzen Sie Baldrian während des Trainings und fahren in dieser Zeit einfach zu Trainingszwecken zu irgendeinem Turnier ohne jedoch zu starten. Mit Stärkung des Baldrians kann Ihr Pferd dann den Turniertrubel entspannt kennen lernen und verstehen, dass alles gar nicht so belastend ist. Wenn Sie dann wirklich starten, hat Ihr Pferd bereits gelernt, wie es mit der Situation umgehen kann und wird deutlich ruhiger sein.

Alte Traditionen rund um Baldrian

Baldrian besticht durch einen starken Eigengeruch auf. Dieser Geruch ist allerdings recht unangenehm, weshalb Baldrian in der Vergangenheit oft auch als „Stinkwurz“ bezeichnet wurde. In diesem Zusammenhange wurde Baldrian beispielsweise bei nordischen Völkern als Mittel gegen das Böse und zur Vertreibung von Geistern und Hexen eingesetzt.