Chondroitinsulfat

Beschreibung

Chondroitin ist einer der bekanntesten Gelenksnährstoffe. Durch erhöhte Belastung zum Beispiel bei Sportpferden oder auch bei älteren Pferden kommt es oft zu Problemen im Bewegungsapparat, wenn die natürliche Versorgung nicht mehr gewährleistet ist. Um den Gelenksaufbau zu unterstützen, kann man Chondroitin täglich zufüttern. 

Dieser Rohstoff wird von uns auch für die Produktion von Nahrungsergänzungen verwendet.

 

Fütterungshinweis

Großpferd (600 kg LG) 5 - 7 g / Tag. Ponys und Kleinpferde entsprechend anpassen.

Zusammen mit dem gewohnten Futter verfüttern.

 

Zusammensetzeung

Zusammensetzung: Chondroitinsulfat

Analytische Bestandteile: Natrium 0,5 %

 

Die Aufgabe der Gelenke 

Die Aufgabe der Gelenke ist es, verschiedene Knochen miteinander zu verbinden und dadurch Beweglichkeit zu schaffen. Im Gelenk dient der Gelenkknorpel als „Schutzpolster“ zwischen den Knochen. Dank seiner wasserspeichernden Eigenschaften entsteht im Knorpel eine hohe Elastizität und somit ein Stoßdämpfer für die Gelenkknochen. Im Gelenkknorpel kommt es ständig zu ab- und aufbauenden Prozessen. Damit der Gelenkknorpel intakt bleibt und seine schützende Wirkung entfalten kann, benötigt er regelmäßig Nährstoffe für seine Funktion und den Aufbau. Diese Nährstoffe (Wasser, Eiweiße, Eiweiß-Zucker-Verbindungen ➤ sogenannte Proteoglykane) befinden sich in der Gelenksflüssigkeit (auch als Gelenksschmiere oder Synovia bezeichnet) und müssen per „Diffusion“ in den Knorpel transportiert werden. Auf gleiche Weise werden auch „Abbauprodukte“ aus dem Knorpel entsorgt.

Diese „Diffusion“ erfolgt, indem durch Bewegung des Gelenkes die Gelenksflüssigkeit in den Knorpel gedrückt wird, da im Knorpel keine Blutgefäße vorhanden sind. Somit werden auf aktive Weise die benötigten Nährstoffe in den Knorpel gepresst.Pferdegelenk

 

Bewegung ist für die Gelenksgesundheit also lebenswichtig, da nur auf diese Weise die Nährstoffe aus der Gelenksflüssigkeit in den Knorpel gelangen. Hauptbestandteile des Gelenkknorpels sind Proteoglykane wie u.a. Glycosaminoglykane (GAG). Zu der Gruppe dieser natürlichen Glycosaminoglykane gehören knorpelbildende Stoffe wie Glycosamin, Chondroitin und Hyaluronsäure. Durch die Zufuhr dieser Wirkstoffe über die Nahrung kann die Bildung dieser Stoffe im Gelenk unterstützt werden.

 

Zusammenfassend bleibt also festzustellen, dass für ein vitales Gelenk Bewegung und eine ausgewogene Balance an Nährstoffen von großer Bedeutung sind.

 

Kommt es langfristig zu einem Ungleichgewicht der auf- und abbauenden Prozesse im Knorpel, kann sich der Knorpel nicht mehr regenerieren und es entstehen Veränderungen im/am Knorpel – die Arthrose beginnt. Leider sind in heutiger Zeit oft erhebliche Defizite in der Nahrung der Pferde vorhanden und so kann neben Verletzungen, Überlastungen oder Stellungsfehlern eine Unterversorgung speziell an Mikronährstoffen und „Knorpelnährstoffen“ den gesamten Bewegungsapparat negativ beeinflussen.  Hier finden Sie spezielle Produkte zur Unterstützung der Gelenke Ihres Pferdes.

 

Gerade bei sportlich stark belasteten Pferden, alten Pferden oder bei bereits bestehender Gelenksempfindlichkeit ist somit eine Ergänzung von ausgewählten Nährstoffen über die Nahrung empfehlenswert. In der Praxis hat sich auch einpositiver Effekt bei stark belasteten Pferden in Bezug auf die Bewegungsfreude gezeigt.

 

Ein Reihe von Studien zeigen, dass orale Gaben von Glycosamin und Chondroitin einen positiven Effekt auf die Knorpelfunktion haben können. (McIlwraith, 2004, Neil et al., 2005)


Glycosamin und Chondroitin verbessern zudem bei älteren Pferden die Bewegungsfähigkeit. (Forsyth et a., 2006)

 

Hyaluronsäure wird unterstützend wegen ihrer aufbauenden und harmonisierenden Wirkung auf Gelenke und Bindegewebe eingesetzt. Dass eine orale Gabe wirksam ist, zeigt eine Studie an Vollblutjährlingen. (Bergin et al. 2006)

 

Sicherlich sind weitere umfangreiche wissenschaftliche Untersuchungen beim Pferd notwendig, um den Effekt noch deutlicher wissenschaftlich belegen zu können.

 

In der Praxis haben sich aber die oralen Gaben von den oben genannten nutritiven Nährstoffen sehr bewährt und zeigen einen deutlich positiven und unterstützenden Effekt auf den Bewegungsapparat.  Ein langfristiger Einsatz ist deshalb gerade auch bei stark belasteten Sportpferden zur ernährungsseitigen Unterstützung der Gelenke, Sehnen, Bänder und Knorpel sehr empfehlenswert. Auch in unserem LEXA Online-Shop finden Sie Glucosamine und Chondroitin.

 

Arthrose - was verbirgt sich hinter dem Begriff und welche Erkrankungen werden unterschieden?

 

Als Arthrose bezeichnet man eine degenerative Gelenkserkrankung (typische Erkrankungen: Spat, Hufrollenentzündung, Schale etc.) mit oft sehr schleichendem Krankheitsverlauf.  Da im Anfangsstadium oft noch schmerzlos, bleibt diese Erkrankung in vielen Fällen zu Beginn noch unerkannt. Lediglich eine lange Aufwärmphase, Stolpern und Steifheit bemerkt der Pferdebesitzer. Wird die Diagnose Arthrose dann vom Tierarzt festgestellt, tritt beim Pferdebesitzer oft erst mal Verzweiflung auf, bevor nach Lösungswegen gesucht wird. Eine Optimierung der Haltung und eine sinnvolle und gezielte Fütterung kann das Pferd neben der richtigen Arthrosetherapie, die vom Tierarzt begleitet werden sollte, noch lange fit und vital halten.

 

Hufrolle

Die Hufrolle besteht aus dem Strahlbein, Hufrollenschleimbeutel und dem unteren Abschnitt der tiefen Beugesehne. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Gelenkmechanik des Hufgelenkes. Die Hufrollenerkrankungen ist chronisch, degenerativ (durch Verschleiß bedingt) und progressiv (sich immer weiter steigernd). Man nennt diese Erkrankung auch "Podotrochlose" oder "Podotrochlose Syndrom". Betroffen können alle 3 Bestandteile der Hufrolle sein. Im Laufe der Erkrankung entwickeln sich krankhafte Veränderungen am Strahlbein, Bandapparat des Strahlbeins, Hufbein, Hufrollenschleimbeutel oder an der tiefen Beugesehne.

 

Diese Krankheit ist nicht heilbar, ihr Verlauf lässt sich lediglich verlangsamen.

 

In den meisten Fällen sind die beiden, vorderen Gliedmaßen betroffen. Am häufigsten erkranken Spring- und Dressurpferde. Meist verläuft die Entwicklung der Krankheit schleichend, wodurch sie häufig erst spät erkannt wird. Ursachen für eine Hufrollenerkrankung können sein: degenerative Prozesse --> Abnutzungsarthrose; hohe Belastung in jungem Alter, erbliche Veranlagung, falsche Haltung/zu wenig Bewegung, Fehler in der Aufzucht, falsche Fütterung, Fehlstellungen oder falsche Hufbearbeitung.

 

Die gängigsten Maßnahmen bei der Feststellung eines Hufrollenbefundes sind: die Versorgung mit gelenksunterstützenden Futtern, ein Spezialbeschlag um das Abrollen zu erleichtern, eine Infusion mit einem Wirkstoff, der den Knochenabbau bremst (z.B. Tildren) und viel regemäßige Bewegung im Schritt mit wenig Wendungen. Eine Kur mit dem LEXA Mobi-Akut für 3 Monate und die langfristige Unterstützung mit dem LEXA Arthro-Plus oder Gelenk-Aktiv 20.

 

Schale/Gelenkschale

Schale ist eine spezielle Form der Arthrose, bei der es zu Knochenzubildungen an Huf-, Kron- oder Fesselbein kommt. Man unterscheidet die Gelenkschale, welche an den Gelenkflächen bzw. unmittelbar im Gelenkbereich vorkommt, und die gelenknahe Schale, welche die nächste Umgebung des Gelenkes betrifft, das Gelenk selbst aber nicht betroffen ist. Schale ist anatomisch nicht heilbar. Man unterscheidet außerdem die hohe Schale, bei der das Krongelenk betroffen ist, und die tiefe Schale, hier ist das Hufgelenk betroffen. Die gelenknahe Schale verläuft meist symptomlos und wird daher selten diagnostiziert. Ursachen für die Entstehung einer Schale können sein: Fehlstellungen, traumatisch bedingte Reizung und Entzündung der Knochenhaut, Gelenkentzündungen, gelenkeinbeziehende Brüche, Störungen in der Umwandlung von Knorpel zu Knochen, Verletzungen oder Abnutzung des Knorpels.

 

Bei Schwellungen, Druckempfindlichkeit und Wärme an der Fessel, speziell auf Höhe von Huf- und/oder Krongelenk, Lahmheit (bei einseitiger Erkrankung) oder verkürztem, stacheligen Gang (beidseitige Erkrankung) kann eine Untersuchung bezüglich Schale sinnvoll sein. Erkrankte Pferde können Sie durch die orale Gabe oder Injektion von Hyaluronsäure oder Glycosaminoglykanen unterstützen. Unser Tipp LEXA Arthro-Plus und Gelenk-Aktiv 20. Manchmal ist auch ein Spezialbeschlag sinnvoll. Des Weiteren sollten die Pferde entsprechend ihrer Erkrankung weiter bewegt werden. Bei ausgeprägten Gelenkdeformierungen kann unter Umständen eine chirurgische Gelenksversteifung oder ein Nervenschnitt der letzte Ausweg sein.

 

Spat

Spat ist ein Sammelbegriff für alle schmerzhaften Prozesse im Bereich der straffen Sprunggelenkabteilung. Eine Spaterkrankung kann sowohl chronisch als auch akut sein. Bei einem langsamen Verlauf bilden die Knochen des Sprunggelenks Verdichtungen und Randwülste, um den Druck, der durch die Zurückbildung des Knorpels entsteht, auszugleichen. Auf den Röntgenbildern sind diese Knochenzubildungen zu sehen und das Gelenk wird mit der Zeit steif. Wenn die Versteifung komplett abgeschlossen ist, sind die Pferde in der Regel schmerzfrei. Bei einem schnellen Spatverlauf wird der Knochen zerstört bzw. aufgelöst. Auf den Röntgenbildern sehen die Knochen des Sprunggelenkes dann aus, wie angenagt. Man spricht in diesem Fall von osteolytischem (knochenauflösendem) Spat. Von einer Spaterkrankung können das Sprunggelenk, die Gelenkkapsel, die Knochen und Knorpel, die Gelenkbänder oder die Bänder des Sprunggelenkes betroffen sein.

 

Als Ursachen kann man benennen: hohe Belastung, genetische Faktoren, Traumata, Fehlstellungen, Störungen im Knochenstoffwechsel, und Knochenbau, Knochenzysten, Zerrungen oder Verdrehungen. Bei Spat hat sich die Zufütterung von Teufelskralle und/oder Ingwer sowie der neuseeländischen Grünlippmuschel bewährt. Auch die orale Verabreichung von Bausteinen für das Bindegewebe und Knorpel (Schwefel, Glucosamine) zeigen in der Praxis oft eine unterstützende Wirkung. Außerdem sollte man bei erkrankten Pferden auf eine bedarfsgerechte Versorgung mit Vitalstoffen achten, hier sollte das passende Mineralfutter ausgewählt werden. Auch bei Spat sollten Pferde regelmäßig bewegt werden, Bewegung über einen längeren Zeitraum in gemäßigtem Tempo wären optimal. Außerdem sollte man darauf achten, dass besonders im Winter die Aufwärmphase ruhig etwas länger ausfällt.