Klebkraut

Beschreibung

Wissenschaftlicher Name: Herba galli aparini tot, Galium aparine

Das Klebkraut oder auch Kletten-Labkraut (lat.:Galium aparine) ist ein Vertreter der Labkräuter (Galium) und zählt zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae).

Das Kraut trägt seinen Namen aufgrund der den Stiel und die Blätter überziehenden, feinen Borsten, welche, wenn sie mit der Haut in Berührung kommen, einen klebenden Eindruck hinterlassen.

Bei der Pflanze handelt es sich um eine Halblichtpflanze die nur sehr wenig Sonnenlicht zum Wachsen und Gedeihen benötigt.

Sie ist vornehmlich ein Acker-Unkraut das vor Allem im Winterweizen und Winterraps, jedoch auch in Wäldern und dort vor Allem in Auwäldern oder auch an Hecken zu finden ist und in den gemäßigten Zonen Eurasiens beheimatet und weit verbreitet ist.

Klebkraut wird in der Geschichte bereits im vierten Jahrzehnt n. Chr. erwähnt wobei ihm hier diverse, den Körper unterstützende Eigenschaften zugeschrieben werden.

Heute findet das Kraut sowohl frisch als auch getrocknet Verwendung.

So wird es unter Anderem als Wildgemüse genutzt und kann als Zutat zu Suppen dienen, die getrockneten Blätter auch zum Aufgießen von Tee genutzt werden.

Die gerösteten Früchte des Krauts werden auch gerne als Kaffee-Ersatz verwendet.

Die in den Pflanzenbestandteilen enthaltenen Säuren können zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens beitragen.

Durch die Zufütterung kann somit eine Stärkung der körperlichen Verfassung Ihres Pferdes erreicht werden.

 

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle, Kieselsäure, Gerbstoffe, organisch. Säuren, Flavonoide, Farbstoff

Fütterungshinweis

Großpferde (600 kg LG) 30 g / Tag. Ponys und Kleinpferde entsprechend anpassen.

Hinweis: Bitte beachten Sie die Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln

 

Das Klebkraut ist eine einjährige Pflanze mit einem weichen, schlanken vierkantigen Stängel. Es kann bis 1,5 m hoch werden. Häufig findet man es an Waldränder, Äckern, Gebüschen, Hecken und Zäunen.

Am Klebkraut schätzt man vor allem seine stoffwechselanregende, entschlackende und harntreibende Wirkung. Aufgrund dessen wird es häufig bei Stoffwechselerkrankungen wie EMS und Cushing beim Pferd eingesetzt. Aber auch zur Unterstützung des Stoffwechsels während des Fellwechsel im Frühjahr und Herbst findet das Klebkraut seinen Einsatz. Es hilft dann unseren Ponys und Pferden beim Abtransport von angesammelten Schlackestoffen und unterstützt gezielt den Haut- und Fellstoffwechsel. Rehekranke und reheanfällige Pferde, Pferde mit Hautkrankheiten oder Ekzemen profitieren ebenfalls von der entgiftenden Wirkung des Klebkrauts. Zudem wirkt sich bei diesen Pferden die Kieselsäure sehr positiv auf die Hufe, die Haut und das Fell aus. Durch seine harntreibende Wirkung wird das Klebkraut auch bei Erkrankungen der ableitenden Harnorgane eingesetzt. 

Bei Hautproblemen wird das Klebkraut am besten als Frischsaft angewendet. Der frische Saft wird dann einfach auf die betroffene Stelle aufgetragen und antrocknen gelassen. Falls Frischsaft nicht zur Verfügung steht, kann man das Klebkraut auch als Tee verwenden. Mit dem Tee wird die betroffene Stelle gespült oder man legt eine getränkte Kompresse auf.

In Käutermischungen für den Stoffwechsel sollte Klebkraut nicht fehlen. Klebkraut harmoniert gut mit Löwenzahn, Brennnessel, Birkenblätter, Schafgarbe, Mariendistelsamen und Hagebutte.