Teufelskralle

Beschreibung

 

Teufelskralle grob gemahlen, 1 kg Beutel

 

Die enthaltenen Vitalstoffe können den Stoffwechsel unterstützen sowie die Bewegungsfreude des Tieres fördern.

 

Was ist Teufelskralle?
Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) gehört zu den Sesamgewächsen und stammt aus den Steppen von Südafrika und Namibia. Ein anderer Name für die Pflanze ist übrigens treffenderweise Trampelklette – beide Bezeichnungen leiten sich von den Widerhaken an den Früchten ab, die sich relativ hartnäckig ans Fell klammern.

 

Hauptinhaltsstoffe von Teufelskralle:
Zu den Hauptinhaltsstoffen zählen neben Phenylpropanoide wie Flavonoide, Acteosid und Triterpene auch Iridoidglykoside wie Harpagosid, Harpagid und Procumbid – ein Phytosteringemisch. Des Weiteren ergänzen noch ungesättigte Fettsäuren, Zimtsäure und Chlorgensäure die wertvollen Inhaltsstoffe.

Hinweis: Bitte beachten Sie die Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln

 

Fütterungshinweis

 

Großpferde (600 kg LG) 15 g / Tag. Ponys und Kleinpferde entsprechend anpassen.

Hinweis: Bitte beachten Sie die Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für den Pferdesport, da Teufelskralle sich stark auf den gesamten Bewegungsapparat auswirken kann. Teufelskralle nicht bei trächtigen Tieren anwenden!

 

Zusammensetzung

 

Zusammensetzung: 100 % Teufelskralle (Harpagophytum procumbens), grob gemahlen

Analytische Bestandteile: Rohfaser 8,9 %, Rohprotein 7,4 %, Rohasche 7,0 %, Rohfett 0,5 %

 


Hat ein Pferd Probleme mit dem Bewegungsapparat, zeigt es zum Beispiel Verschleißerscheinungen an den Gelenken, so wird immer öfter auf die natürliche Hilfe durch die Teufelskralle zurück gegriffen. Die Wirkung der Teufelskralle wurde mittlerweile in mehreren Studien an verschiedenen Tierarten und auch beim Menschen wissenschaftlich bewiesen.

Die Teufelskralle, wissenschaftlich Harpagophytum procumbens genannt, ist eine Heilpflanze die im südlichen Afrika und den Steppen Namibias beheimatet ist. Sie gehört zu der Familie der Sesamgewächse. Es ist ein krautartiges Gewächs das durch die bis zu 1,5 Meter langen, am Boden befindlichen Triebe, und auffallend großen rosa bis purpurfarbenen Blüten gekennzeichnet ist. Den Namen Teufelskralle verdankt die Pflanze den verholzten Früchten, die mit kleinen Widerhaken versehen sind und sich so hartnäckig festklammern können.

Die Teufelskralle wirkt entzündungshemmend, abschwellend und in geringem Maße auch schmerzstillend. Sie schützt den Gelenkknorpel vor weiterem Abbau, indem sie eiweißabbauende Enzyme hemmt. Aus diesem Grund eignet sich diese Pflanze gut zur Behandlung von Arthrose in allen Formen, wie Spat, Hufrollenentzündung, Schale und Kniegelenksarthrose. Auch bei der Behandlung von Rückenschmerzen mit Teufelskralle konnte eine gute Wirkung erzielt werden.

Die Bitterstoffe der Teufelskralle sorgen für eine Aktivierung der Magensaftsekretion und der Galleproduktion. Daher kann diese Heilpflanze auch bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit eingesetzt werden.

Zur Herstellung der Teufelkralle-Präparate werden vor allem die Speicherwurzeln der Teufelskralle verwendet. Die Hauptwurzel bleibt dabei unangetastet, damit laufend neue Speicherwurzeln an ihr nachwachsen können. Nachgewiesen ist, dass ein Extrakt aus der gesamten Wurzel der Teufelskralle eine bessere Wirkung zeigt als der reine Hauptwirkstoff Harpagosid.

Bei der Fütterung von Teufelskralle ist folgendes zu beachten:

  • Die Wirkung der Teufelskralle ist beim Pferd erst nach ungefähr drei Wochen sichtbar.
  • Teufelskralle ist daher zur akuten Schmerzbehandlung nicht wirkungsvoll.
  • Teufelskralle darf nicht an trächtige Stuten verabreicht werden.
  • Teufelskralle wird bei Sportpferden als verbotene Medikation gesehen.
  • Teufelskralle soll wie andere Heilpflanzen am besten kühl und lichtgeschützt aufbewahrt werden.
  • Bei andauernden Beschwerden soll unbedingt der Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Teufelskralle wird je nach Zubereitung ein- bis zweimal  täglich über das Futter verabreicht. Wenn die Wurzel direkt gefüttert wird, kann die Wirkung verstärkt werden, indem die getrockneten Stücke in heißem Wasser ziehen und dann mit dem Wasser verfüttert werden. Es bietet sich hier ein Mash an, in das die Teufelskralle gemischt wird. Der Aufguss von Teufelskralle ist jedoch relativ und wird nicht von jedem Pferd gefressen.

Teufelskralle muss regelmäßig und kontinuierlich gefüttert werden. Es entwickelt seine volle Wirkung erst nach mehreren Wochen. Die Angaben, wann das Wirkmaximum eintritt, variierten zwischen drei Wochen und drei Monaten. Teufelskralle soll aber auch nicht als Dauertherapie verabreicht werden, da die Magenschleimhäute angegriffen werden können und es zu einem Gewöhnungseffekt kommen kann. Eine sechsmonatige Kur nach akuten Schüben oder zu Zeiten, wenn erfahrungsgemäß Probleme auftreten, hat sich bewährt.

Teufelskralle Pferd: Mögliche Nebenwirkungen

Eine Nebenwirkung der Teufelskrallenanwendung kannst Du zur Behandlung von Appetitlosigkeit und Verdauungsproblemen Deines Pferdes ausnutzen. Denn die in der Wurzel enthaltenen Bitterstoffe fördern die Produktion von Magen- und Gallensaft, wodurch der Appetit und die Verdauung angeregt werden.

Bei empfindlichem Magen Deines Pferdes könnte die durch die enthaltenen Bitterstoffe gesteigerte Produktion der Magensäfte allerdings zu einer Magenschleimhautreizung oder einem Magengeschwür führen. Auch die vermehrte Gallensaftausschüttung könnte unter Umständen die Entstehung von Gallensteinen unterstützen. Um diese Risiken zu begrenzen, sollte eine Behandlung mit Harpagophytum procumbens nicht länger als sechs Monate dauern.

Zu weiteren Nebenwirkungen bei Pferden liegen bisher noch keine aussagekräftigen Studien vor. Beim Menschen kann die Therapie jedoch in seltenen Fällen zu Durchfall, Übelkeit mit Erbrechen, Schwindel und Kopfschmerzen führen. Auch Überempfindlichkeitsreaktionen wie Gesichtsschwellungen, Rötungen, Nesselsucht oder gar ein Kreislaufzusammenbruch sind sehr selten möglich. Inwieweit sich diese Nebenwirkungen auf Pferde übertragen lassen, ist schwer zu sagen. Erbrechen kann sich das Tier zwar nicht, dafür wäre vielleicht eine Kolik möglich.

In jedem Fall solltest Du die Höhe der Dosierung mit dem Tierarzt absprechen. Auch eine genaue Beobachtung Deines Pferdes während der Behandlung mit Teufelskralle ist empfehlenswert. Bei Verhaltensänderungen, Nahrungsverweigerung oder anderen Hinweisen auf Unverträglichkeit solltest Du die Behandlung sicherheitshalber unterbrechen oder auch ganz einstellen.

Wann darfst Du keine Teufelskralle füttern?

Normalerweise ist Teufelskralle gut verträglich. Sollte Dir jedoch eine Überempfindlichkeit Deines Pferdes gegen ihren Hauptwirkstoff Harpagosid bekannt sein, darfst Du die Heilwurzel nicht füttern. Auch folgende Umstände sprechen gegen eine Behandlung mit Harpagophytum procumbens:

  • Bekannte Magenprobleme
  • Bereits vorhandene Gallensteine
  • Vier Tage vor einem Wettkampf

Tipp: Auch einer tragenden Stute solltest Du sicherheitshalber keine Teufelskrallenprodukte füttern. Denn die Pflanze steht im Verdacht, die Uterusmuskulatur zu beeinflussen. Ausreichende Studien dazu liegen allerdings noch nicht vor.